denn’s Biomarkt und BioMarkt Verbundgruppe starten Initiative „KERNKRAFT? JA, BITTE!“

Mit einer 300.000 Euro Spende startet die Initiative "Kernkraft? Ja, bitte"
Freuen sich über das gemeinsame Engagement (v. l. n. r): Michael Fleck (Kultursaat e.V.), Lukas Nossol (denn’s Biomarkt), Herbert Völkle (Getreidezüchtung Peter Kunz), Inde Sattler (apfel:gut e.V.), Oliver Willing (Zukunftsstiftung Landwirtschaft), Fenja

Töpen, 30.09.2019
„Kernkraft? Ja, bitte! Wir essen, was wir säen.“ Mit diesem provokanten Titel machen denn’s Biomarkt und die BioMarkt Verbundgruppe auf die hochrelevante Thematik der Ökozüchtung aufmerksam. Zum Auftakt ihrer Initiative setzen die Initiatoren ein starkes Zeichen und spenden 300.000,- Euro an den Saatgutfonds der Zukunftsstiftung Landwirtschaft.


„Es ist höchste Zeit, als Fachhandel darauf hinzuweisen, wie wichtig der Erhalt von Bio-Saatgut ist. Vielen ist noch nicht bewusst, wie es um die Artenvielfalt unserer Nutzpflanzen bestellt ist“, betonte Lukas Nossol, Leitung Marketing denn’s Biomarkt, gestern Nachmittag im Rahmen eines Pressegespräches auf der Fachmesse BioSüd in Augsburg.

Als Zeichen der Entschlossenheit, die Ökozüchtung weiter voranzubringen und als Symbol der Verbundenheit innerhalb der Branche überreichten die Initiatoren einen Scheck in Höhe von 300.000,- Euro an die Zukunftsstiftung Landwirtschaft. Das Geld kommt vier Projektpartnern zugute, die mit ihrer Arbeit exemplarisch für das Engagement im Bereich Ökozüchtung stehen. apfel:gut e.V., Poma Culta, Getreidezüchtung Peter Kunz und Kultursaat e.V. fungieren als Botschafter, die künftig gemeinsam mit den Biomärkten für eine verstärkte Öffentlichkeit sorgen.

Im Rahmen der Auftakt-Kampagne konnten die Biomärkte bereits starke Unterstützer unter den Lieferanten gewinnen. Zwergenwiese, Voelkel, Rapunzel, Bio Planète, Sonnentor, Schrozberger Milchbauern, Holle und Morgenland stehen allesamt mit ihrem Namen für die Ziele der Initiative und unterstreichen damit deren Relevanz.

So sind denn‘s Biomarkt und die BioMarkt Verbundgruppe davon überzeugt, dass genetische Vielfalt, nachbaufähiges Saatgut und eine gentechnikfreie Züchtung das Fundament für einen verträglichen und auf Dauer angelegten Umgang mit der Natur sind. Die Ziele der Initiative - Sortenvielfalt, Nachbaufähigkeit, Verzicht auf Gentechnik - treffen den Nerv der Zeit. Jüngste Diskussionen um einschneidende Ernteverluste aufgrund von Krankheitserregern bei Bananen sind nur ein Beispiel dafür.

Viele Nutzpflanzen sind heute genetisch identisch. Tatsächlich sind weltweit bereits 94 Prozent der einstigen Pflanzenvielfalt verloren. Während sich die konventionelle Landwirtschaft auf wenige ertragreiche Sorten konzentriert, mit Hybridsaaten die Weitergabe der Erbanlagen lahmlegt und mittels Gentechnik in das Mikro-Gleichgewicht des Zellkerns eingreift, geht die Ökozüchtung bewusst andere Wege. Deshalb machen sich die Initiatoren stark für eine zukunftsfähige Ökozüchtung und rufen die Initiative „Kernkraft? Ja, bitte!“ ins Leben.